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Jede Schwangerschaft bedeutet eine wesentliche Umstellung für den Stoffwechsel der werdenden Mutter. Durch die Hormonveränderung ändert sich die Insulinwirkung und der Insulinbedarf steigt an. Wenn die Bauchspeicheldrüse den erhöhten Insulinbedarf nicht durch eine gesteigerte Produktion an Insulin ausgleichen kann, steigt der Blutzucker höher als üblich an: es kommt zum Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes, der meist aber nach der Schwangerschaft wieder verschwindet.
Der Insulinbedarf einer Schwangeren steigt ab der 24. Schwangerschaftswoche an, sodass der Schwangerschaftsdiabetes meistens in den folgenden Wochen bemerkt wird. Das Auftreten des Schwangerschaftsdiabetes vor der 20. Woche ist sehr selten, meist handelt es sich dann um einen Diabetes, der schon vor der Schwangerschaft unerkannt bestanden hat.
Sit 2010 ist im Mutter-Kind-pass in der Zeit zwischen 24. und 28. Woche ein Zuckerbelastungstest (OGTT: oraler Glucose-Toleranz-Test) vorgesehen. Die Grenzwerte für diesen Test wurden 2009 sowohl international als auch in Österreich neu festgelegt:
Das Schwangerschaftsdiabetes verläuft meist ohne Beschwerden, umso wichtiger ist deshalb die Durchführung dieses Tests, da sonst die Diagnose der Krankheit oft verspätet, wenn ihre Folgeerscheinungen auffallen, erfolgt.
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