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Als Diabetiker treffen Sie jeden Tag wichtige Entscheidungen bezüglich Ihrer Ernährung. Die Art und Weise Ihrer Ernährung hat einen großen Einfluss auf Ihren Blutzucker.
Sie begegnen dieser täglichen Herausforderung am besten durch eine gute Mahlzeitenplanung. Mit einem Ihren Bedürfnissen angepassten Diätplan können Sie beim Einkaufen, beim Essen zu Hause oder auch unterwegs, leicht richtige Entscheidungen, Ihrer Krankheit entsprechend, treffen. In Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt und durch Ihr selbst erlerntes Wissen über richtige Ernährung kann sich Ihre tägliche Mahlzeitenplanung sehr interessant gestallten.
Die meisten Nahrungsmittel werden zu Zucker oder Blutzucker umgewandelt, bevor sie den Blutkreislauf erreichen. Insulin unterstützt dann den Blutzucker dabei, vom Blutkreislauf in Ihre Körperzellen zu gelangen - von Ihrem Gehirn bis zu den Muskeln - wo er dann zur Energiegewinnung verwendet wird. Ohne Insulin, das die Verwertung des Blutzuckers in den entsprechenden Körperzellen gewährleistet, erhält Ihr Körper nicht die Versorgung, die er benötigt, und überschüssiger Zucker verbleibt im Blutkreislauf.
Wenn Sie essen, versorgen Sie Ihren Körper mit "Treibstoff“. Darum steigt Ihr Blutzuckerspiegel nach dem Essen und das ist der Grund, warum Menschen mit Diabetes vor den Mahlzeiten Insulin spritzen müssen. Das Insulin befördert den Blutzucker aus dem Blutkreislauf in die Zellen, wo er dann verwendet werden kann.
Zu planen, was, wann und wie viel Sie essen, spielt eine Schlüsselrolle, um Ihren Blutzuckerspiegel in dem Bereich zu halten, den Ihr Arzt für Sie festgelegt hat.

Studien zeigen, dass es bei der Betrachtung der Auswirkungen von Kohlenhydraten auf den Blutzucker nicht nur wichtig ist, wie viel Sie davon essen, sondern auch aus welcher Quelle sie stammen.1 Einige Nahrungsmittel verursachen einen schnellen Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit, während andere einen langsameren Anstieg und eine gleichmäßigere Abnahme bedingen. Die Messung, wie schnell ein Nahrungsmittel einen Anstieg des Blutzuckers verursacht, wird Glykämischer Index (GI) genannt.
Was ein Glykämischer Index (GI) bedeutet
Kohlenhydratreiche Lebensmittel rangieren auf einer Skala von 1 bis 100, wobei 100 den Effekt von reinem Zucker im Körper darstellt. Je niedriger der GI eines Nahrungsmittels, desto niedriger ist sein Höhepunkt. Die Art, wie die Nahrung zubereitet wird (z. B. braten oder backen), kann ebenso den GI-Wert des Nahrungsmittels beeinflussen. Der GI teilt Nahrungsmittel in drei Stufen ein2:
Einige Nahrungsmittel mit niedrigem GI-Wert sind:
Fleischsorten und Fette besitzen wenig Kohlenhydrate und haben keine GI-Einordnung.
Kombiniert mit einer Zählung der Kohlenhydrate kann das Beobachten der GI-Werte u. U. dabei helfen, Ihre Blutzuckerwerte während des Tages zu stabilisieren. Die einfache Regel lautet hier: je höher der GI, desto kleiner die erlaubte Portion. Umgekehrt können Sie größere Mengen von Nahrungsmitteln mit niedrigem GI-Wert essen, ohne Ihren Blutzucker zu stark zu belasten.
Nehmen Sie öfter Nahrungsmittel aus der Kategorie der niedrigen GI-Werte zu sich und beobachten Sie, ob dadurch das Einhalten eines normalen Blutzuckerspiegels einfacher wird.