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So machen Sie aus einem schlechten Tag doch noch einen guten

Jeder Mensch hat bessere und schlechtere Tage: an manchen scheint alles zu klappen, an anderen geht scheinbar alles schief! Warum sollte das beim Diabetes anders sein? An manchen Tagen liegt der Blutzuckerspiegel perfekt im Zielbereich und an anderen Tagen, schwankt man von einem überhöhten Blutzuckerwert zu einer Unterzuckerung und vice versa. Doch immer gilt: versuchen Sie das Beste daraus zu machen und wenden Sie Ihre schlechten Tage zum Guten!

Alles eine Frage der Perspektive

Ändern Sie Ihre Einstellung und Sie ändern Ihr Leben. Wenn Sie Ihren Diabetes als etwas annehmen, das Sie beeinflussen können, als eine Gelegenheit, mehr über Ihren Körper zu erfahren, dann haben Sie den wichtigsten Schritt zu einem besseren Tag und einem gesünderen Leben bereits getan. Vergessen Sie nicht zu lachen! Mit Humor können Sie alltägliche Dinge aus einer neuen Perspektive betrachten. Darum hilft Humor auch so gut gegen Stress. Er holt Sie aus Ihrem gegenwärtigen Gemütszustand heraus.

Immer nach vorne blicken

Niemand ist perfekt, und im Laufe der Zeit gibt es viele Hindernisse, auf die jeder – wirklich jeder – Mensch mit Diabetes irgendwann trifft. Sie haben zum Ausgleich eines niedrigen Blutzuckerspiegels zu viele Kohlenhydrate zu sich genommen, Sie haben die Kohlenhydratzahl über- oder unterschätzt, Sie haben beim Arzttermin vergessen, eine bestimmte Frage zu stellen? Keine Sorge, das passiert jedem einmal. Wichtig ist nur, dass Sie sich nicht beirren lassen, dann wird der Rest des Tages besser!

Wenn der Stress überhandnimmt

Wenn Sie einen schlechten Tag haben, kann Stress Ihren Blutzuckerspiegel ansteigen lassen.1 Zwar kann man Stress nicht völlig eliminieren, aber man kann ihn kontrollieren. Achten Sie darauf, wie Sie körperlich und emotional auf Stress reagieren. Unterbrechen Sie die Aktivität, die den Stress verursacht, und versuchen Sie sich zu entspannen, und wenn es nur für 5 Minuten ist. Oft hört man: Einfach ein paar Mal tief durchatmen! Und es stimmt denn es versorgt Ihre Zellen mit mehr Sauerstoff, lässt Sie klarer denken und kann vielleicht die stressinduzierende Situation sogar lösen!

Beschließen Sie, einige kleine Änderungen in Ihrem Leben vorzunehmen, um diese Art von Stress zukünftig zu mindern.

Wenn Sie sehr emotional reagieren

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig ist, hat das einen Einfluss auf Ihre Stimmung. Als erstes müssen Sie Ihre Hyper- oder Hypoglykämie behandeln. Um ruhiger zu werden, können Sie außerdem einen kurzen Spaziergang machen, unter die Dusche gehen, einen Freund anrufen und von Ihren Problemen erzählen oder einer Ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen wie Musikhören. Oder schreiben Sie die Dinge auf, für die Sie dankbar sind – dazu gehören auch Dinge, die Sie durch Ihren Diabetes gelernt haben.

Zum Thema Depression

Jeder hat mal einen oder zwei schlechte Tage, aber eine Depression ist anders. Traurigkeit, Kummer, Angst – das sind normale menschliche Gefühle, die wir für eine kurze Zeit empfinden, und bald geht es uns wieder besser. Eine Depression hingegen ist eine Krankheit, bei der Traurigkeit, Kummer oder Angst tief empfunden wird und nicht wieder verschwindet. Ihr Arzt oder Apotheker bemerkt vielleicht nicht, dass Sie depressiv sind. Wenn Sie das Gefühl haben, an einer Depression zu leiden, sprechen Sie darüber. Das ist vielleicht ein schwerer Schritt, aber es ist die einzige Möglichkeit, Ihre Gefühle zu verstehen und festzustellen, welchen Einfluss sie auf Ihr Wohlbefinden haben und wie Sie sie künftig behandeln können.2

Mehr Bewegung

Aktiv bleiben ist einer der Grundpfeiler beim Diabetesmanagement. Wenn Sie durcheinander sind oder sich ängstlich fühlen, kann schon ein kurzer Spaziergang durch die Nachbarschaft für einen klaren Kopf sorgen. Sie werden von dauernden  Problemen abgelenkt, es werden Endorphine ausgeschüttet, Ihr Blutzuckerspiegel sinkt und vielleicht können Sie nachts auch besser schlafen.

Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe vor Ort

Bauen Sie Beziehungen zu Menschen auf, die Ihnen langfristig emotional oder gesundheitlich helfen können. Klar erhalten Sie die Liebe von Freunden und Familie, aber es ist etwas ganz Besonderes, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die die gleichen Erfahrungen und Sorgen haben.

Seien Sie sich selbst der beste Freund

Manchmal muss man auf sich aufmerksam machen und verlangen, dass die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt werden – im Beruf, zu Hause und selbst unter Freunden. Lassen Sie nicht zu, dass die Leute irrige Annahmen über Ihr Leben mit Diabetes anstellen. Haben Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen parat (Beispiel: Kannst du nie wieder Zucker essen?), damit Sie Ihre Umgebung darüber aufklären können, was ein Diabetes bedeutet und was nicht.

Langfristig glücklich und zufrieden

Es ist durchaus möglich, mit einem Diabetes ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen, wenn es auch immer wieder Hochs und Tiefs gibt. Mit den Jahren lernen Sie viel durch Versuch und Irrtum. Jede neue Information über ein besseres Diabetesmanagement verhilft Ihnen zu mehr Wohlbefinden und Sicherheit. Arbeiten Sie mit Ihrem Arzt daran, so gesund wie möglich zu sein. Es zahlt sich aus. Mit der Zeit werden Sie in allen Lebensbereichen feststellen, dass aus „Kann ich nicht“ „Kann ich“ geworden ist.

 

1 International Diabetes Foundation. Type 2 Diabetes and Stress. Verfügbar unter: http://www.idf.org/sites/default/files/attachments/article_108_en.pdf

Abgerufen am 30.Juni 2015.

2International Diabetes Federation. Diabetes education module 1.2, 2011: Self Management Education. Verfügbar unter: http://www.idf.org/education/resources/modules-2011/download

Abgerufen am 30.Juni 2015.

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