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Die Zukunft des Diabetes Managements im digitalen Zeitalter

 


Der Fachbereich Diabetes hat in nur wenigen Jahrzehnten einen weiten Weg zurückgelegt – immerhin wurde die erste Insulinpumpe 1963 vorgestellt und die ersten Teststreifen für die Blutzuckerselbstmessung gibt es erst seit Mitte der 80er Jahre. Was kommt als Nächstes?


In Entwicklung: Künstliche Bauchspeicheldrüse

Es gibt zahlreiche Bemühungen in der Diabetesforschung, die Insulinabgabe zu automatisieren, d.h. eine künstliche Bauspeicheldrüse zu entwickeln. In Fachkreisen ist für eine künstliche Bauspeicheldrüse auch der englischer Terminus Artificial Pancreas (AP) oder Closed-Loop gebräuchlich.
Momentaner Status der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Bauchspeicheldrüse sind Systeme, die den Blutzuckerspiegel mit einem kontinuierlichen Blutzuckermessgerät (CGM) messen und diese Informationen an eine Insulinpumpe weiterleiten, welche die benötigte Insulinmenge berechnet und in den Körper abgibt.

Dabei werden Algorithmen verwendet, die die Insulinabgabe basierend auf den CGM-Werten automatisch ändern. Dies könnte Erleichterung ins Leben der Menschen mit Diabetes bringen.
Eine essenzielle Grundlage für ein automatisiertes Insulinabgabesystem besteht in der Fähigkeit, die strikte Glukosekontrolle automatisch und nachhaltig aufrechtzuerhalten um eine Hypoglykämie zu vermeiden.

Im Hinblick auf die Aktivitäten im Bereich der künstlichen Bauchspeicheldrüse ist die Juvenile Diabetes Research Fundation (JDRF) eine der führenden Organisationen, welche die Forschung und Entwicklung der AP-Technologie unterstützen. Als Weltmarktführer und Pionier bei Diabetes-Management-Lösungen wollen wir, Roche Diabetes Care, Innovationen fördern, indem wir mit der JDRF kooperieren.

Neben den Errungenschaften im Bereich der künstlichen Bauchspeicheldrüse (Artificial Pancreas) arbeitet die Wissenschaft an vielen verschiedenen neuen Ideen, um die Glukosemessung noch unbeschwerter zu machen.
So gibt es mittlerweile ein Langzeit CGM System, das bis zu 180 Tage unter der Haut bleiben kann. (REF PRECISE).1


Blutzuckerwerte in Echtzeit am Smartphone und bei Ihrem Arzt. 

Neue Technologien, die darauf ausgerichtet sind Blutzuckerwerte im Blick zu behalten und mit Ihrem Gesundheitsteam in Kontakt zu treten, können das Diabetes-Management unterstützen. Smartphone Apps und Websites bieten viele verschiedene Möglichkeiten, um Daten Management zu vereinfachen. Ein norwegisches Forscherteam hat herausgefunden, dass das größte Potential hierfür in einigen wenigen Features zu finden ist:2

  • Ein nahtloser Datentransfer vom Messgerät zur App sorgt dafür, dass keine manuelle Eingabe notwendig ist und die reduziert das Risiko menschlicher Eingabefehler.
  • Automatisches Teilen der Daten mit einem Angehörigen oder einem Betreuer hilft dabei, Menschen mit Diabetes zu unterstützen, während diese unterwegs sind und ihr Diabetes managen müssen.
  • Elektronische Tagebücher mit integrierten Gesundheitsdaten optimieren das Arztgespräch.  

mySugr bietet eine Vielzahl der oben erwähnten Funktionen an, wie zum Beispiel automatische Datenübertragung von diversen Blutzuckermessgeräten oder einen Bolusrechner, um die genaue Insulin Menge für Mahlzeiten zu berechnen. Ein Foto-Feature ermöglicht es auch, Fotos von den Mahlzeiten zu machen und beim Arztgespräch die BE-Berechnungen zu unterstützen. Beim nächsten Mal wenn die Pizza vom Lieblings-Italiener am Tisch steht, wissen Sie wieviel Insulin Sie das letzte Mal verabreicht haben und wie es Ihnen damit ging. Wenn es nicht so gut geklappt haben sollte, können Sie diese Informationen auch mit Ihrem Arzt teilen. Auch Ihre Blutzuckerwerte können Sie ganz einfach mit Ihrem Expertenteam teilen.


…und an vielen Ideen wird noch geforscht.

  • Viel kleiner und kompakter (und wahrscheinlich erst in einigen Jahre einsetzbar) ist ein Pflaster, welches zur Zeit entwickelt wird. Es misst das Blutzuckerspiegel und gibt Insulin automatisch ab.3
  • Forscher der Universität in Harvard und das MIT arbeiten an einem Tattoo, das Glukose und andere Parameter messen kann.4

Heute und jeden Tag: Erinnern an die Grundlagen

Gesunde Ernährung, ein aktiver Lebensstil und genug Schlaf klingen vielleicht nicht unbedingt neu oder aufregend, diese Punkte bleiben allerdings die Grundlage für ein erfolgreiches Diabetes Management und ein gesundes Leben im Allgemeinen. Obwohl fortschrittliche Technologie viel in der Welt des Diabetes Managements zu bieten hat, ist es trotzdem wichtig, nicht die bewährten Lösungen aus den Augen zu verlieren. Oft können diese Aktivitäten sogar mit einer intelligenten App oder einem smarten Sensor noch effizienter und auch lustiger gestaltet werden. Erinnern Sie sich daran, dass es um Ihre Zukunft geht. Engagieren Sie sich täglich für Ihre Gesundheit und Ihre Anstrengungen werden sich Ihr Leben lang bezahlt machen.

 

1 Kropff et al. Accuracy and Longevity of an Implantable Continuous Glucose Sensor in the PRECISE Study: A 180-Day, Prospective, Multicenter, Pivotal Trial. Diabetes Care, 2017;40:63–68

2Ärsand E, Frøisland DH, Skrøvseth SO, et al. Mobile health applications to assist patients with diabetes: lessons learned and design implications. J Diabetes Sci Technol. 2012; 6(5): 1197–1206. Available at: http://europepmc.org/articles/PMC3570855. Accessed July 1, 2015.

3NHS Choices. Could a smart insulin patch mean no more diabetic injections? Available at: http://www.nhs.uk/news/2015/06June/Pages/Could-a-smart-insulin-patch-lea.... Accessed July 1, 2015.

 

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