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Unentdeckter Diabetes mit schwerem COVID-19 Verlauf


Eine Beobachtung der MedUni Innsbruck ergab, dass 85% aller behandelter Intensivpatienten Diabetes oder Prädiabetes aufwiesen.1  
Diabetes Typ-2 tritt schleichend auf und kann oft lange unbemerkt bleiben. Diabetes Früherkennung sowie geeignete Maßnahmen wie strukturiertes Blutzuckermessen sind sehr wichtig, um Spätkomplikationen vorzubeugen. Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über die Möglichkeit und Wichtigkeit eines Diabetes-Screenings.

Unerkannter Diabetes mit schwerem Covid-19 Verlauf1
Ein Forscherteam der MedUni Innsbruck fand nun heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen chronisch erhöhtem Blutzuckerspiegel und einem schwerem Krankheitsverlauf bei Covid-19 gibt.
85% aller behandelten Intensivpatienten wiesen Diabetes oder Prädiabetes auf, so Michael Joannidis, Leiter der internistischen Intensivstation.

Warum ist eine gute Diabetes Einstellung wichtig?
In unserem letzten Artikel „COVID-19 und eine gute Diabetes Einstellung“ haben wir generell darüber berichtet, dass ein schlecht eingestellter Diabetes Typ-2 ein Risikofaktor für komplizierte Verläufe des COVID-19 darstellt. Diese Zusammenhänge zwischen Diabetes und schlechterem Ausgang von Virusinfektionen sind nicht unerwartet, da hohe Blutzuckerwerte den kontrollierten Verlauf einer Virusinfektion und Entzündungen beeinträchtigen können.2
In Studien konnte auch gezeigt werden, dass Menschen mit einer guten Blutzuckereinstellung viel bessere Voraussetzung für eine unkomplizierte Genesung haben.

Diabetes ist unsichtbar
In Österreich leben bis zu 294.000 Menschen mit Diabetes Typ-2, ohne davon zu wissen.3
Diabetes Typ-2 kommt in der Regel schleichend und wird dementsprechend oft erst (zu) spät diagnostiziert. 
Nur weil der Betroffene die erhöhten Blutzuckerwerte nicht spürt und augenblicklich keine Komplikationen auftreten, bedeutet dies aber nicht, dass die Krankheit ungefährlich ist. Ganz im Gegenteil: Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können gravierende Folgen haben und zu vielen Spätkomplikationen führen. 
Symptome wie hoher Blutdruck, ein erhöhter BMI (25kg/m³), vorliegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhte Cholesterinwerte, usw. können beispielsweise auf einen Diabetes hinweisen.4
Deshalb ist eine Diabetes Früherkennung sowie geeignete Maßnahmen wie strukturiertes Blutzuckermessen sehr wichtig -  Spätkomplikationen können dadurch reduziert oder sogar verhindert werden. Es ist daher ratsam häufiger zur Vorsorge zu gehen.
Denn je früher der Diabetes Typ-2 entdeckt wird, desto besser lässt er sich in der Regel auch therapieren.

Informieren Sie auch Verwandte und Bekannte!
Gerade wegen Corona ist es wichtig ein mögliches Vorliegen von Diabetes abzuklären. Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über die Möglichkeit und Wichtigkeit eines Diabetes-Screenings.
Ein Gespräch mit dem betreuenden Arzt/Ärztin und die Gesundenuntersuchung helfen Gewissheit zu schaffen. Zusätzlich können Ihre Verwandten und Bekannten zuerst auch online ihr Risiko mit unserem Fragebogen testen.
Nähere Informationen zu Diabetesrisikofaktoren und erste Anzeichen einer Früherkennung finden Sie auch auf unserer Webseite unter folgendem Link: https://www.accu-chek.at/diabetesrisiko 

 

 

Referenzen: 
1https://ccforum.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13054-020-03139-3 
2Forbes et al., Lancet Diabetes Endocrinol.,2018; 6: 476-486
3Schmutterer I., Delcour J., Griebler R. (Hrsg.). Osterreichischer Diabetesbericht 2017. Wien: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017.
4Clodi M et al., Wien Klin Wochenschr 2019;131:S27 bis S38; verfügbar auf https://www.oedg.at/oedg_leitlinien.html

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