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Diabetes und der Pubertätswahnsinn

 

Für viele Eltern ist die Schulzeit lange her. Die Musik, die sie gehört haben, wird nun auf dem Oldies-Sender gespielt.
Die damaligen Outfits und die eigenartigen Frisuren erscheinen heute lustig.
Jetzt müssen Sie das alles als Elternteil noch einmal durch die Augen Ihres Teenagers erleben.
Mit dem Eintritt in das Teenageralter verändert sich viel - auch in Bezug auf die Diabetesversorgung. Sie wollen ausgehen, mit Freunden essen gehen, ihren eigenen Führerschein und von zu Hause weg sein.
Auch wenn Sie für alle Szenarien gewappnet bist, gibt es Situationen, die man nicht vorhersehen kann. Hier sind nur ein paar Dinge, denen man bei Diabetes besondere Aufmerksamkeit schenken sollte.

Mit der Pubertät ändert sich vieles im Leben Ihres Kindes – auch das Diabetes Management. Ihr Kind möchte mit Freunden ausgehen, die Welt erkunden und irgendwann den Führerschein machen.
Selbst wenn Sie für alle Eventualitäten ausgerüstet sind, Sie werden nicht alles vorhersehen können. „Was könnte das sein?“, fragen Sie. Hier sind ein paar Beispiele.

 

Blutzucker ist stark von den Hormonen abhängig.

Viele Hormone1 können die Blutzuckereinstellung völlig aus der Bahn werfen, weil sie die Insulinresistenz des Körpers erhöhen oder den Blutzuckerspiegel unvorhersehbar hochschießen oder abstürzen lassen.
Regelmäßige Blutzuckermessung gibt Ihrem Kind und Ihnen die Sicherheit den aktuellen Status zu kennen und richtig reagieren zu können.

Der „Schönheitswahn“

In der Pubertät herrscht emotionaler Ausnahmezustand, sodass manche Kinder zu wenig essen, zu viel Sport treiben oder das Insulin unterdosieren, um Gewicht zu verlieren. Dieses Verhalten nennt man Diabulimie1
Suchen Sie das offene Gespräch in lockerer Atmosphäre und behalten Sie Ihr Kind im Auge, vor allem bei Mädchen, und achten Sie darauf, dass es sich richtig ernährt und es mit dem Sport nicht übertreibt. 


Sprechen Sie die Risiken an wie zum Beispiel Tabak & Alkohol.

In einem aktuellen OECD-Bericht („Health at a Glance 2016“) wird für Österreich ein Raucheranteil bei den 15-jährigen Mädchen von 14 Prozent und bei den Burschen von 15 Prozent angegeben2.

Wir sind uns einig, dass beides für jeden Menschen riskant sein kann, aber noch gefährlicher ist es für Menschen mit Diabetes. Tabak erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Kreislaufprobleme3,  Alkohol-  oder Drogenkonsum kann den Blutzuckerspiegel durcheinanderbringen, eine Unterzuckerung forcieren4 und verhindern, dass die Betroffenen auf sich achten. Wir sind sonst nicht dafür, Diabetes als Entschuldigung herzunehmen, etwas nicht zu tun, aber das ist hier einer der Fälle, in denen es in Ordnung ist.
 

Seien Sie auf alles vorbereitet.

Manche Probleme werden groß sein, andere lassen sich leichter bewältigen. Sie sollten darauf vorbereitet sein, über alles zu reden und sich auf neue Situationen einzustellen.

  • Der erste Führerschein - eine Unterzuckerung am Lenkrad kann sehr gefährlich sein.
  • Dating bedeutet Stress. Sex bringt seine eigenen Risiken mit. Welche genau?
    Das können Sie auch in unserem Artikel „Liebe, Sex und Diabetes
  • Die Sorge/der Druck über die Abschluss– und Aufnahmeprüfungen raubt den Schlaf.

 

Quellen:

1JDRF. Teen Tookit [Internet]. New York, New York: 2013 [abgerufen am 14.12.2017]. Verfügbar unter http://www.jdrf.org/wp-content/uploads/2013/10/JDRFTEENTOOLKIT.pdf.

https://www.hhs.gov/ash/oah/facts-and-stats/national-and-state-data-sheets/adolescents-and-substance-abuse/united-states/index.html

2http://www.oecd.org/social/family/43570328.pdf

 

3National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases. Diabetes, Heart Disease, and Stroke [Internet]. 2017 Feb [abgerufen am 20.12.2017]. Bethesda, Maryland. Verfügbar unter https://www.niddk.nih.gov/health-information/diabetes/overview/preventing-problems/heart-disease-stroke.

4Intermountain Health Care, Primary Children’s Diabetes Clinic, Stanford University School of Medicine. DRINKING, DRUGS and DIABETES: Do You Know? [Internet]. Intermountain Healthcare: Salt Lake City, UT. 2017 Feb [abgerufen am 20.12.2017]. Verfügbar unter https://intermountainhealthcare.org/-/media/files/health-info/grad-program/alcohol-and-drugs_revised.pdf?la=en.

 

 

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